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Design vs. Funktionalität: Apple Watch gegen Fitbit Versa

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Drei Wochen Alltagstest aus der Sicht eines Digital Native, meine Einschätzung.

Zufällig gab meine Fitbit Charge im letzten Monat den Geist auf. Mein treuer Begleiter reiste mit mir am Handgelenk um die halbe Welt. Es musste also ein neuer Fitness-Tracker her der meinen Schlaf, meine Schritte aufzeichnet und mich morgens weckt. Ende April kam die neue Fitbit Versa auf den Markt und ich entschied mich am 21. April eine Challenge zu starten: Die Apple Watch Series 3 am rechten und die Fitbit Versa am linken Handgelenk. Nach nur drei Tagen war der Wettkampf beendet und ich war froh eine von beiden wieder abzunehmen. Ein spannendes Rennen was es in sich hatte und bei dem ausnahmsweise nicht der Faktensieger gewonnen hat.

Zur Ausgangslage: Die Apple Watch war bis heute keine Option. Warum? Zu wenig Akkuleistung, zu teuer, ein Preis/Leitungsrennen was sie nur verlieren konnte. Zwar liegt die Apple Watch bei der App-Auswahl klar vorne doch hat Fitbit ebenfalls eine große Community, die in den letzten Jahren beachtlich gewachsen ist und stetig wächst. Fitbit hat mit der Versa eine neue Smartwatch vorgestellt. Sie erinnert an die Apple Watch, ist leichter, kostet nur die Hälfte und die Akkuleitung ist mehr als überzeugend. Einziger Kritikpunkt, sie verzichtet auf den GPS-Sensor, was den günstigen Preis begründet.
Die Fitbit Versa läuft mit Fitbits eigenem Fitbit OS und ist damit sowohl mit Android- als auch mit iOS- und sogar Windows-Geräten kompatibel. Schauen wir uns die Fakten an.


Die Fakten im Vergleich

Fitbit Versa (Testzeitraum: April 2018)

15 Vorteile

  • Akkulaufzeit (durchschnittlich 4 Tage)
  • Automatische Schlafaufzeichnung & Schlafphasen
  • angenehme Alarmfunktion zum Wecken durch Vibration
  • Preis (unter 200 €)
  • regelmäßige Updates
  • große Auswahl aus zahlreichen „Ziffernblätter“
  • Indoor-Training funktioniert problemlos (z.B. Schrittzähler & Bewegungssensor)
  • Sport-Community-App Strava
  • eigene Sportcommunity (Fitbit)
  • WLAN
  • Female Health Tracking (Clue)
  • Schutzfolie einfach anzubringen (keine Displaywölbung)
  • Android und iOS kompatibel
  • Armband austauschbar
  • Facebook Gruppen zum Austausch

3 Nachteile

  • kein GPS (greift auf das Smartphone zurück) – beim Fahrradfahren gab es immer wieder Bluetooth-Aussetzer (zurückgelegte Kilometer und die Geschwindigkeit sind ungenau)
  • (noch) wenig Apps
  • Probleme bei Tätowierungen (Pulsmessung fehlerhaft)

Fitbit Versa
Design & Verarbeitung:
4 von 5 Punkte

Software und Ausstattung: 4 von 5 Punkte
Akkulaufzeit:
5 von 5 Punkte
Display:
3 von 5 Punkte
Preis:
4 von 5 Punkte

——————————
Gesamt: 20 von 25 Punkte

 

Apple Watch (Testzeitraum: April 2018)

12 Vorteile

  • GPS vorhanden
  • angenehme Alarmfunktion zum Wecken durch Vibration
  • regelmäßige Updates
  • große Auswahl aus zahlreichen „Ziffernblätter“
  • Indoor-Training funktioniert problemlos (z.B. Schrittzähler & Bewegungssensor)
  • Sport-Community-App Strava
  • WLAN
  • Female Health Tracking (Clue)
  • Armband austauschbar
  • viele Apps vorhanden
  • Cellular (Mobilfunk integriert, ohne Handy nutzbar)
  • Saphirglas Display (hochwertige Verarbeitung)

6 Nachteile

  • Akkulaufzeit (durchschnittlich 1,5 Tage)
  • keine Automatische Schlafaufzeichnung & Schlafphasen
  • hoher Preis (369 €)
  • Schutzfolie schwierig anzubringen (Disyplaywölbung)
  • Probleme bei Tätowierungen (Pulsmessung fehlerhaft)
  • nur mit iPhone kompatibel 

Apple Watch Series 3
Design & Verarbeitung: 5 von 5 Punkte
Software und Ausstattung: 5 von 5 Punkte
Akkulaufzeit:
2 von 5 Punkte
Display:
5 von 5 Punkte
Preis:
2 von 5 Punkte

——————————
Gesamt: 19 von 25 Punkte


Warum habe ich mich für die Apple Watch entschieden?
Meine TOP 5

  • Design und Verarbeitung (Saphirglas) 
  • Interface
  • LTE- und GPS-Funktion
  • Kompatibel mit meinem iPhone
  • Folgende Apps die ich im Alltag nutze:

Vanmoof Fahrradschloss (per Bluetooth mein Fahrradschloß am Handgelenk öffnen) (Link)
Apple Wallet (Tickets für Meetups, Konferenzen und Veranstaltungen) (Link)
Stocard (Kundenkarten Wallet für Payback, ADAC, IKEA, Shell, Decathlon, G-Star etc.) (Link)


Die Macht der Gewohnheit hat gesiegt. Als iPhone-Jünger der ersten Stunde habe ich mich schweren Herzens gegen die Fitbit Versa entschieden. Die Verarbeitung und das Interfacedesign sind bei der Apple Watch hochwertiger. Als UX/UI Designerin muss ich neue Anwendungen verstehen und für Kunden Applikationen konzipieren, somit ist die Apple Watch aus dieser Perspektive begründet aktuell das interessantere Produkt.

 

Ältere und ähnliche Artikel: https://franzidesign.de/bin-ich-ein-digitaler-hypochonder
Datum: 21.10.2015

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Bin ich ein digitaler Hypochonder?

Comments (0) Blog, Lifestyle, Sport, Technik

Laut einer Studie der Strategieberatung LSP haben 5 Prozent der Onlinenutzer im Alter von 18 bis 69 Jahren, ein überdurchschnittliches Interesse an digitalen Gesundheits- und Fitnessangeboten wozu ich mich ausdrücklich dazu zähle. Der Trend ist steigend.

Seit Juli 2013 habe ich einen Fitness-Tracker im Einsatz. Der Fitbit Flex war zwei Jahre mein treuer Begleiter. Tag und Nacht verfolgte er mein Bewegungsverhalten.

Im ersten Quartal 2015 kam dann die lang ersehnte neue Version der amerikanischen Firma Fitbit heraus, der Charge HR mit Pulsmesser. Überzeugt hat mich der Charge HR durch sein schlichtes Design und seine intuitive App, die sowohl für Android als auch iOS kostenlos erhältlich ist. Der auffälligste Unterschied zum Flex ist das Display mit Uhr.

Neue Funktionen wie die Messung der Herzfrequenz, die kontinuierlich durch Sensoren am Handgelenk gemessen wird und eine automatische Schlaferkennung sind neu hinzugekommen. Die Schlaferkennung ist beim Flex etwas nervig. Hier ist mehrfaches tippen auf das Band nötig, um in den Schlafmodus zu wechseln und muss der Tracker auch wieder durch Tippbewegung geweckt werden. Dieses ist beim Charge HR besser gelöst da dieses nun automatisch erkennt.

Bei einem Anruf vibriert das Band am Handgelenk und die Handynummer des anrufenden Teilnehmers wird auf dem Display angezeigt. Da diese Funktion viel Akku in Anspruch nimmt, ist es eine Funktion die ich persönlich kaum nutze. Die durchschnittliche Akkulaufzeit ohne Anruffunktion beläuft sich zwischen 4 und 5 Tagen je nach kabelloser Synchronisierung durch Bluetooth mit der App was vollkommen ausreichend ist.

Die wichtigste Funktion neben der Schrittmessung war für mich aber die automatische Schlaferkennung und der angenehme Alarm, mit dem ich mich durch leichtes vibrieren am Arm jeden Morgen wecken lasse. Eine wöchentliche Auswertung per E-Mail zeigt mir dann nochmal eine Zusammenfassung meiner ganzen Aktivitäten.

 

Mein Fazit:
Durch den Einsatz des Trackers hat sich mein Bewegungsverhalten komplett verändert. Sportlich war ich schon immer aktiv und kein Bewegungsmuffel doch hat mir der Tracker, das erste Mal gezeigt, dass man sich oft selbst betrügt. 
Die empfohlene Schrittanzahl eines gesunden Menschen liegt bei 9000 Schritte am Tag. Dachte ich zu vor das ich dieses Ziel locker Tag für Tag erreiche – was dann aber nicht so war. Somit nehme ich nun öfter die Treppe oder nutze das Rad.
Was mir persönlich etwas stört ist das Material des Trackers. Leider ist das Band nicht wasserdicht und lediglich spritzwassergeschützt was manchmal etwas nervig ist, gerade wenn man gerne schwimmen geht. Ansonsten volle Punktzahl. Ich würde mir den Fitbit Charge HR jederzeit wieder kaufen.

 

Als kleinen Tipp: Mein Fitbit Charge HR wurde von meiner Krankenkasse (AOK) mit 50 Euro honoriert dazu musste ich nur den Kaufbeleg einsenden – ohne eine Überwachung meines Bewegungsverhaltens.

 

AOK Nordost:
Bedingung: Teilnahme am AOK-Gesundheitskonto
Belohnung: Alle 2 Jahre Zuschuss von 50 Euro für den Kauf eines Fitnesstrackers (auch Apple Watch)

 

Bei Fragen schreibt mir einfach in die Kommentare und ich werde diese dann gerne beantworten.
Nutzt ihr ebenfalls einen Tracker und wie sind eure Erfahrungen?

 

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