Reisegeschichten mal anders

Mein Reiseblog

So lange ich mich erinnern kann, habe ich mich leidenschaftlich für das Reisen interessiert. Meine erste Reise war 1992 nach Tunesien mit meinen Eltern. Es folgten die Dominikanische Republik, Kenia, die USA und weitere. Ich war von klein auf fasziniert von anderen Kulturen, wollte fremde Länder erkunden und mich mit Menschen auf fremden Kontinenten austauschen, statt in Geschichtsbüchern zu lesen. 

Für meine Bachelorarbeit reiste ich 2010 für acht Tage nach Afrika, nach Kenia. Das Thema der Arbeit war, ein Corporate Design für ein soziales Schulprojekt zu entwickeln und vor Ort dokumentierte ich meine Erfahrungen dabei. Ich schrieb über die Reise und meine Faszination von dem Land und den Abenteuern, die jenseits der Hotelanlage auf mich warteten. Und weiter und weiter wuchs das Reisefieber.

Nach meinem Ausflug in die Start-up-Welt und meinem eigenen Start-Up „votingLAB“ brauchte ich 2016 einen Reset. Einfach mal abschalten, Kraft tanken und erden bevor ich mich auf ein neues berufliches Abenteuer begeben konnte. Der Plan: Für zwei Monate von woanders aus arbeiten, raus aus Berlin, ins Warme. 

Meine beste Freundin Änn und ich planten über Monate die komplette Reiseroute mit Unterkünften. Das Einzige, das wir nicht planten, waren Fortbewegungsmittel wie Bus, Bahn oder Flugzeug. 
Es entstand die Idee, die zweimonatige Reise zu dokumentieren. Es sollte aber kein normaler Reiseblog sein, sondern ein Blog mit Geschichten, genau wie wir sie erlebt haben, die direkt vor Ort geschrieben werden und mitverfolgt werden können, so wie bei der Bachelorarbeit 2010. Im Dezember 2015 war es dann so weit und es ging am 29.12. Richtung Asien. Wir hatten einen Hin- und einen Rückflug nach Bangkok gebucht und sagten dem kühlen winterlichen Berlin für zwei Monate lebe wohl und feierten Silvester in Bangkok. 

Von Bangkok ging es mit dem Flieger nach Vietnam, nach Hanoi. Wir reisten bewaffnet mit Rucksack, Kamera und MacBook quer durch Südostasien. Von Hanoi ging es mit dem Bus in den Süden von Vietnam, dann mit dem Boot durch das Mekongdelta nach Kambodscha, wo wir die Tempel unsicher machten. Es folgte Malaysia, Singapur und Indonesien, bis wir nach zwei Monaten wieder in Bangkok ankamen. Wir waren fast jeden Tag an einem anderen Ort und alle unsere Abenteuer sind dokumentiert auf www.rucksackblog.de. Unser Blog war geboren! 

Am Tag erkundeten wir Land und Leute, aßen in Garküchen, in der Nacht schrieben wir den Blog und am nächsten Tag ging es weiter. Noch nie hatte ich so viel über fremde Kulturen erfahren und noch nie war ich so froh gewesen, so ein Projekt in Angriff genommen zu haben wie dieses. Es war eine Erfahrung im Leben, an die ich sehr gerne zurückdenke und auf jeden Fall wiederholen möchte. Im Nachhinein liest sich das alles sehr verrückt – wir planten alles bis ins kleinste Detail und es funktionierte tatsächlich sonderlich gut. Zwei Monate, die ich immer wieder wiederholen würde, vielleicht nicht so viele Stationen wie damals und etwas mehr als zwei Monate Zeit aber auf jeden Fall das Abenteuer wagen. 

Gegen Schluss unserer Reise überforderten uns nämlich die vielen Stationen. Irgendwann kann man die vielen neuen Eindrücke nicht mehr richtig verarbeiten. Ich würde beim nächsten Mal die Reisezeit auf drei oder vier Monate erhöhen und mir mehr Zeit für die einzelnen Stationen nehmen. Auf jeden Fall wieder zu zweit reisen und am Ende der Reise würde ich mir eine kleine Entspannungsphase erlauben, um in den ganz normalen Urlaubsmodus wechseln und nur die vielen Eindrücke der Reise verarbeiten. Ich habe in der Zeit enorm viel über die Kultur von Asien gelernt und bin seitdem großer Asien Fan. 

Auch nach diesen zwei Monaten wurde das Reisefieber immer größer, es zog mich in die USA, Myanmar, Taiwan, Hongkong und Indien. Bis zum heutigen Tag sind auf Rucksackblog über achtzig abenteuerliche Geschichten rund um den Globus entstanden und es werden immer mehr. Das nächste Ziel: 100 Abenteuer-Geschichten.

Auf Rucksackblog geht es um meine persönlichen Abenteuer. Keine schicken Hotels oder Restaurants, stehen auf der Erkundungsliste, sondern Land und Leute. Ich liebe Garküchen, Naschmärkte und die offene Art und Freundlichkeit der Menschen. 

Die Texte, Bilder und Videos sind nicht perfekt, denn es sind Momentaufnahmen, die innerhalb weniger Sekunden und Stunden entstehen. Die Inhalte werden meist direkt am selben Tag online gestellt, so kann man meine Reise fast in Echtzeit mitverfolgen.
Nachzulesen auf: www.rucksackblog.de