info@franzidesign.de 0160 / 94 46 91 00

Grafikdesign
Category

2D Logo-Relaunch bei AUDI

Comments (3) Blog, Design, Flat Design, Grafikdesign, Logodesign

Die Automarke MINI hat es im letzten Jahr vorgemacht und setzt auf Minimalismus mit schwarz-weißer Zweidimensionalität. Nach 2001 wurde das Logo von der Digitalagentur KKLD aus Berlin überarbeitet und AUDI zieht nun nach.

 

Quelle: www.bmwblog.com

 

Da offenbar gerade eine gute Zeit für frische Designs ist hat nun auch AUDI eine Überarbeitung vollzogen. Die letzte Logoüberarbeitung ist noch gar nicht so lange her als AUDI zur IAA 2009 seinen letzten Relaunch vollzogen hat. Das Logo bekam eine dreidimensionale Darstellung (Chrom-Effekt) mit neuem Markenclaim: „Vorsprung durch Technik“ womit AUDI moderner wirken wollte. Die Typografie und die vier Ringe in der Bildmarke wurden von der Agentur MetaDesign überarbeitet.

 

 

Audi_Logo

 

 

Nach nun sieben Jahren gibt es eine Überarbeitung der Vorgängerversion. Bereits im letzten Jahr holte AUDI die Agentur Strichpunkt als neue CI/CD Agentur an Bord. AUDI setzt aktuell auf Flat Design und verabschiedet sich von seinem 3D Effekt. Aus dem bestehenden 3D Logo wurde ein 2D Logo. Die vorherige Komplexität wurde reduziert und das neue Logo wird nun einfarbig dargestellt. Auch hier gilt das Prinzip »weniger ist mehr«.


 

Audi_Logo_neu

 

In Hinsicht auf die ansteigende digitale Entwicklung und die damit verbundene mobile Nutzung von Handy, Smartwatch und weiteren Displays ist die Strategie von AUDI genau der richtige Weg aus der grafisch überladenen Gegenwart in eine funktionale Zukunft. Die Flächen im Logo lassen sich stufenlos auf allen unterschiedlichen Geräten skalieren was sich zum einen positiv auf die Ladezeiten (Ressourcen sparend) und zum anderen auf die einwandfreie mobile Darstellung auswirkt. Im Gegensatz zum alten Logo wirkt das neue Logo sehr klar und reduziert. Flat Design hip oder nicht hip. Minimalismus ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 

Philipp Brune, Geschäftsführer Strichpunkt: „Im Zuge der digitalen Transformation der Automobilbranche, wird das Interface zum zentralen Träger der Marke. Wir freuen uns sehr, für und mit Audi an der umfassenden Gestaltung des Markenauftritts für alle digitalen Medien von Audi-Apps bis zur Smartwatch, von Displays bis zum Dashboard, arbeiten zu dürfen.“

 

Read more

Gestaltung richtig kalkulieren

Comments (5) Blog, Grafikdesign

Video: Gratis-Pitch im Alltag von der kanadischen Agentur Zulu Alpha Kilo.

 

Was kostet ein Logo, eine Geschäftsausstattung, ein Flyer oder aber eine Website?

Design-Wettbewerbe auf Dumpingportale wie 99designs.de, designenlassen.de‎ oder brandsupply.de sprießen wie Pilze aus dem Boden. Quereinsteiger drängen mit Dumpingpreisen in den Markt und tummeln sich auf diesen besagten Plattformen. Der Kunde äußert seinen Wunsch und kann danach aus unzähligen Ideen seinen Favoriten auswählen.
Leider gehen die meisten Designer leer aus. Die Folge Preis-Dumping und Qualitätsabfall. Professionelle Gestalter können ihre Leistungen nur schwer auf solchen Portalen anbieten, um zum einen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder aber auf Grund fragwürdiger Teilnahmebedingungen. Durch die Einreichung der Arbeit verliert der Gestalter oft sämtliche Rechte und überträgt diese: Finger weg, fair ist anders!

Doch es geht natürlich noch günstiger. Im Internet bekommt man eine Logogestaltung für unter 30 Euro, eine Internetseite für weniger als 500 Euro und ein gutes Foto fast geschenkt. Bei der Preisspanne gibt es nahezu keine Grenzen.

Der Grund dafür: Heute hat fast jeder eine hochauflösende Kamera, einen schnellen Computer und das nötige Grafikprogramm. Hier ein Foto und dort ein Klick und schon ist man doch fertig? Das kann doch nicht so aufwendig sein! Oder doch nicht?

 

Schauen wir uns den Alltag eines Freelancers an:

1. Akquise (Preiskalkulation, Angebote etc. – der Kunde fällt nicht vom Himmel)
2. Briefing und Analyse (jeder Kunde ist anders)
3. Konzept und Idee (Gestaltung)
4. Der Entwurf (Gestaltung)
5. Absprachen mit dem Kunden (Telefonate, Meetings und E-Mails)
6. Korrekturen
7. Reinzeichnung (sprich die finale Idee für den Druck oder das Web anpassen)
8. Übergabe an den Kunden

Verstecke Kosten: Miete, Essen, Versicherung (Kranken- und Rentenversicherung, Haftpflicht), Auto oder Fahrkarte für Kundenbesuche, Druckerpatronen, Papier, alle paar Jahre ein neuer Computer, Programme plus Updates, Kamera plus Ausrüstung, Weiterbildung oder aber eigene Werbemaßnahmen werden gern vergessen. 

 

Es ist wohl doch mehr als ein Klick hier oder da!

Studenten, Hobby Designer oder Design-Plattformen können natürlich ganz anders ihre Leistungen kalkulieren als freie Grafikdesigner oder Agenturen.
Der Student macht hin und wieder eine Gestaltung, der Hobby Designer muss sein Lebensunterhalt nicht mit seiner Kreativität bestreiten und die Design-Plattform profitiert von der Masse an Einreichungen. Auch ich habe zum Anfang meiner Karriere jeden Auftrag angenommen zu Dumpingkonditionen oder aber das klassische Praktikum für unter 450 Euro im Monat absolviert nur um meine Referenzmappe zu füllen. Diese Zeiten sind vorbei und wenn ich mir die Qualität aus den ersten Jahren anschaue, dann sieht man die Unterschiede.

Klar ist auch, dass es immer den Photoshop Philipp geben wird, der in nur wenigen Minuten oder Stunden, das perfekte Bild zaubert. Doch reicht ein Bild aus, um langfristig seine Kunden zu überzeugen? Als Gestalterin beschäftige ich mich Vollzeit mit allen Themen rund um die Gestaltung, technische Umsetzung und Trends in dem Bereich. Über die Jahre habe ich mir einen großen Wissensstand angesammelt, der stetig weiter entwickelt wird. Dieses wertvolle Wissen kann ich an meine Kunden weiter geben. Wer mit mir zusammen arbeitet bekommt nicht nur eine perfekte Gestaltung sondern eine komplette Beratung zu Chancen, Risiken – eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie. Jeder Kunde ist anders und hat individuelle Bedürfnisse auf die man sich einstellen muss. Ein schönes Bild reicht oft nicht aus als effektive und langfristige Werbemaßnahme.

Oft kommt die Frage: Haben Sie eventuell eine Preisliste oder wie hoch ist ihr Stundensatz?

Viele Apps, Berechnungstools und Berufsverbände beschäftigen sich mit der Thematik. Den richtigen Preis für die eigene Gestaltung zu finden erscheint nicht immer einfach, da viele Faktoren eine Rolle spielen und eine konkrete Preisliste aller Leistungen schwer zu erfassen ist.

Mein persönlicher Stundensatz richtet sich nach der Empfehlung des Berufsverband ADD (Allianz deutscher Designer) mit dem ich seit Jahren gut arbeiten kann. Der offizielle Richtwert des ADD empfiehlt als Grundlage einen Basis-Stundensatz von 76 Euro um zu überleben und gibt sogar einen Tarifvertrag vor in dem die Vergütung verbindlich festgesetzt wird. Schöne Theorie, aber meist sieht die Praxis etwas anders aus. Zu der Entwurfsvergütung kommt die Nutzungsvergütung (regionale oder nationale Nutzung nach Dauer) hinzu, was in der Praxis bei kleineren Kunden oft schwierig zu kommunizieren ist.

Die erste Reaktion beim Kunden ist meist immer die gleiche.

Kleine Unternehmen antworten oft: 76 Euro Stundenlohn? Das ist aber teuer!

Diese Summe ist aber relativ da es immer auf die Schnelligkeit des einzelnen Gestalters ankommt. Der eine entwickelt seine Idee in 10 Minuten und andere brauchen Stunden oder Tage. Durch meine jahrelange Berufserfahrung verhandele ich oft Pauschalbeträge, damit der Kunde eine volle Kostenkontrolle hat.

Welche Kosten für einen konkreten Fall anfallen, hängt von den individuellen Wünschen des einzelnen Kunden ab. Diese können nach der Komplexität variieren und es kommt auch immer auf die Zuarbeit des Kunden an. Für kleine Unternehmen mit geringen Budget oder Gründer kann man Sonderkonditionen vereinbaren.

 

Modelrechnung: Stundensatz

Durchschnittliches Jahresgehalt: 55.000 Euro/Brutto

55.000 € : 48 Wochen : 40 Wochenstunden = 28,64 €

ACHTUNG (Grobe Faustregel): Ein Drittel Gehalt, ein Drittel Kosten (Versicherung und Steuern etc.) und ein Drittel für Verwaltung, Akquise und andere Tätigkeiten. Viele vergessen die Leerzeiten zu kalkulieren. 

Somit 28,64 € mal 2 (Grenze Existenzminimum) oder 3 kommt man auf einen Stundensatz von 57,29 € oder 85,93 € die nötig sind um eine durchschnittliche wirtschaftlich tragfähige Freelancer-Existenz bestreiten zu können. Somit sind die 76 € eine gute Grundlage für professionelle Gestalter.

 

Modellrechnung für eine Logogestaltung:

Eine Gestaltung dauert durchschnittlich 8 Stunden multipliziert mit 76 €/Stunde macht einen Preis von 608 € (+ MwSt.). Hinzu kommen Korrekturen, Änderungswünsche und weitere Absprachen.
Geiz ist nicht immer geil! Ich freue mich auf Eure Kommentare und Erfahrungen.

 

Zur Orientierung:
 Berufsverbände nach Berufsgruppen:

Designer und Gestalter
Allianz deutscher Designer (AGD)
https://agd.de

 

Fotografen
Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (BVPA)
www.bvpa.org

 

Illustratoren
Illustratoren Organisation e.V.
http://www.io-home.org/home/index_html


Journalisten
mediafon:
http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4b44959d4ece5&akt=empfehlungen_tarife&view=&si=4bac47854066a&lang=1

Verband der deutschen Fachjournalisten (DFJV)
https://www.dfjv.de


Lektoren
Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)
http://www.vfll.de

 

Presse Arbeit
Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V. – DPRG
http://www.dprg.de


Redenschreiber

Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS)
http://www.vrds.de


Werbetexter

Fachverband Freier Werbetexter (FFW)
http://www.texterverband.de/index.html

 

Read more

Das neue Google Logo: Seelenlos und austauschbar?

Comments (0) Blog, Grafikdesign, Logodesign, Material Design

google-browser

 

Kaum hatte Google am Montag das neue Logo vorgestellt war die Aufregung im Netz groß. Der Grund der Überarbeitung war die Anpassung an die unterschiedlichen (neuen) mobilen Geräte und die damit verbundene Lesbarkeit auf kleinen Displays. Alle reden von Responsive Webdesign und Anpassung und Google hat es nun in die Tat umgesetzt. Es ist das sechste Mal, dass Google seit 1999 sein Logo verändert.

Verwendet wurde die Schrift Product Sans die eigens für das Corporate Design für Google entwickelt wurde. Die Schrift liest sich durch den Verzicht der Serifen auf kleinen Geräten wie z.B. Handy, Tablet oder Smartwatch angenehm.

Meiner Meinung nach ist die Schrift äußerst geschmackvoll, schlicht und vor allem sehr gut lesbar. Die grellen Farben wurden übernommen was eine strategisch gute Entscheidung war da diese sehr einprägsam sind.

So wie der Konzern sich stetig entwickelt hat, so ist auch das Logo über die Jahre gewachsen. Der Verzicht von Schlagschatten und Verschnörkelungen bis hin zu dem aktuellen reduzierten Schriftschnitt – großartig. Im Vergleich zum alten Logo wirkt die Überarbeitung sehr klar und einprägsam. Gefällt mir!

Zum weiterlesen …

 

Read more

error: Die Inhalte sind geschützt!