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Service Design (Human-Centered Design)

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Die NEUE Revolution


Die Grenze zwischen physischen Produkten und digitalen Dienstleistungen verschwimmt zunehmend durch die digitale Transformation. Unternehmen müssen umdenken um sich langfristig am Markt zu positionieren. Es gibt viele neue zunehmend digitale Berührungspunkte mit den Kunden, die es aufeinander abzustimmen gilt. Vom Onlineshop zur Auktionsplattform bis hin zur komplexen Applikation. Die Kunden nutzen immer mehr Endgeräte und erwarten heutzutage ein einheitliches und ansprechendes Kundenerlebnis auf den unterschiedlichen Geräten.
Mobile Versionen für Smartphone, Tablet und Touchscreen sind Pflicht!
Service Design eröffnet dabei neue Möglichkeiten für Dienstleitungen und Innovation. Es fordert die Unternehmen heraus die unterschiedlichen Kanäle zielgruppengerecht zu bedienen. Service Design ist nutzerzentriert und analytisch.

 

Nutzerbedürfnisse und interdisziplinäre Teamkraft

Immer mehr Unternehmen entdecken Service Design als Methode, um Kundenzufriedenheit und Innovationspotenziale zu erkennen und zu optimieren. Nutzerorientiertes Denken und Handeln kann durch Service Design in den Alltag eines jeden Unternehmen integriert werden. In diesem Zusammenhang bietet Service Design ein nutzerzentriertes Vorgehen an, um Dienstleistungen bedürfnisorientiert zu gestalten. Regelmäßige kurze Interviews mit Verbrauchern und Nutzern helfen Einblicke in bestehende Probleme zu bekommen.

Service Designer denken Produkt- und Service-Ideen konsequent, betriebswirtschaftlich und nutzerzentriert und ermitteln aus den daraus ableitbaren Konzepten neue Geschäftsmodelle. Die Dienstleistungen werden stets aus Nutzersicht konzipiert, um ein einzigartiges Kundenerlebnis zu erzielen. Nur wer seinen Nutzer (Kunden) kennt kann eine optimale Dienstleistung entwickeln. Nutzerbedürfnisse verstehen, Bedürfnisse aufspüren, Kundenzufriedenheit steigern, Innovationspotentiale erkennen und Verhaltensänderung einfacher machen.

Die Einbindung von Methoden aus dieser Disziplin helfen dabei enorm, den Nutzer bzw. Kunden tiefgehend zu verstehen und ein innovatives Produkt zu kreieren, das Nutzerinteressen und Unternehmensziele in Balance hält. Sinn und Zweck ist es, dass irrelevante Funktionen implementiert oder Interaktionen konzipiert werden, die für den Nutzer nicht relevant sind. Dieses schafft man durch Nutzerbefragung, Interviews und ein interdisziplinäres Team aus Designern, Programmierern, Konzeptern und Projektmanagern die eng zusammenarbeiten und die Probleme aus den unterschiedlichen Fachrichtungen beurteilen, bearbeiten und ganzheitlich betrachten.

 

 

Die iterativen Phasen des Service-Designs

  • Exploration (wie tickt der Nutzer und wie interagiert er)

    Methoden: Personas, User Journeys, Interviews und Umfragen
  • Kreation (Storyboards, Scribbles, Mock-up, erste Klickdummys und Prototypen verschiedener Sichtweisen – Mitarbeiter und Kunde/Nutzer)
  • Reflektion und Nutzertest (AB-Test, Interviews, Card-Sorting, Validierung)
  • Implementierung (Prototyp)

… Optimieren! Testen! Optimieren! Testen!

 

Fazit: Durch die steigende Komplexität der Kundenbeziehungen reicht die Ästhetik und die technischen Merkmale eines Produktes allein nicht mehr aus. Erst das Erlebnis am und mit dem Produkt schafft eine nachhaltige Kundenbindung und somit zum nachhaltigen Erfolg. Service Design macht Unternehmen zukunftsfähig und dient nicht nur dazu, neue Dienstleistungen zu entwickeln, sondern hat auch grundlegende Auswirkungen auf die Unternehmenskultur. Service Design umfasst komplette Prozesse innerhalb eines Organisationsmodell und bildet die Schnittstelle zwischen Marketing, Design und Technologie und verbindet viele unterschiedliche Disziplinen wie Produktdesign, Grafikdesign, Datenanalyse, Experience Design und viele weitere.

 

Die Prinzipien von Service Design von Yosef Shuman

 

 

Podcast zum Thema: Service Design Thinking
Abends in der Kreativwirtschaft (AKW)
Von: Jan Jura (Teamleiter Konzeption und User Interface Design)

Zum Podcast

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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UX/UI-Design? Wo liegt der Unterschied?

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ui-ux
Entwickeln, testen, verbessern und wiederholen …

Die meisten, die diesen Artikel lesen, surfen täglich etliche Stunden berufsbedingt oder in ihrer Freizeit auf den unterschiedlichsten Internetseiten oder nutzen gelegentlich Apps, um sich das Wetter oder die nächste Verbindung auf ihrem Smartphone anzeigen zu lassen. Egal ob Tablet, PC, Laptop oder Handy. Die Herausforderung ist es für die unterschiedlichen Geräte und Anwendungen die passenden Lösungen zu entwickeln. Waren es vor ein paar Jahren noch einfache Informationsseiten, so sind es heutzutage komplexe Applikationen, Oberflächen oder aber Chatboots, die dem Nutzer Echtzeitfeedback geben und unser Leben verändern.

Lange Zeit bestand die Aufgabe von Designern darin grafische Oberflächen zu gestalten. Schön musste es sein, doch haben sich im Laufe der Jahre die Anforderungen stark geändert und es kamen immer neue Aufgaben und damit verbundene Berufsbezeichnungen hinzu. Wie im Wilden Westen verwendet jeder nach Lust und Laune die unterschiedlichsten Job Definitionen. Webdesign, Screendesign, Motion Design, Visual Design, UX-Design, UI-Design, Interaktionsdesign, Interfacedesign, User Interface Design, Human Interface Design und noch viele weitere.

Als Kommunikationsdesignerin kann man sich der digitalen Transformationen nicht verschließen und muss viele Dinge ausprobieren und sich immer weiterentwickeln. Die gelernten gestalterischen Ansätze sind dabei von enormer Bedeutung bei der Konzeption. Im Grundsatz geht es aber immer um die reibungslose Interaktion zwischen Mensch und Maschine, die sogenannte UX (User Experience – das Nutzererlebnis). Es ist eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen und Verstehen von Prozessen und die damit verbundene Umsetzung.
 

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hat der amerikanische Architekt Louis Sullivan einen Begriff geprägt. Dieser bringt die Entwicklung vom UI- zum UX-Design gut auf den Punkt: Form folgt Funktion. „Form follows function“

 

Wie die digitale Transformation ändern sich, wie oben schon beschrieben, die Aufgabenbereiche im Bereich Kommunikationsdesign. Aktuell arbeite ich hauptberuflich als Interactionsdesignerin (UX- und UI-Designerin) und gestalte Interaktionsabläufe für Software-, Internet- und mobile Applikationen. Das oberstes Ziel ist es, dass der Nutzer das Konzept versteht und reibungslos agieren kann, wobei der Fokus der Gestaltung ganz klar auf der Interaktion und den Bedürfnissen der Nutzer liegt. Meine Aufgabe ist es die Bedürfnisse und das Verhalten menschlicher Interaktion (Nutzerführung) mit dem Computer (human-computer interaction) zu analysieren und diese dann auf eine intuitive und verständliche Benutzeroberfläche zu transferieren. Jeder der sich bei der Bedienung eines Deutsche Bahn Ticketautomaten am Bahnsteig schon mal geärgert hat wird, sicherlich verstehen was ich meine.

In der Praxis unterscheidet man zwischen dem User Interface (UI), das Schnittstellendesign, und der User Experience (UX). Beim UI sorgt der Designer dafür, dass die User Interface Elemente einer Applikation, nämlich Interaktionshelfer wie z.B. Buttons, Schieberegler, Formulare etc., in einem erfassbaren Zusammenhang stehen und vom Nutzer verstanden werden.
Die User Experience (UX) ist für das Nutzererlebnis einer Applikation verantwortlich, damit die Erwartungen des Nutzers erfüllt werden und eine reibungslose Bedienung gegeben ist. Hierbei geht es zum Bespiel um die Animation, die das Erlebnis der Benutzerführung unterstützen soll. Wie zum Beispiel ein Fortschrittsbalken (Ladebalken), ein Eingabefeld mit Hilfetext beim Ausfüllen eines Formulars oder einer Kontaktanfrage. Die Frage ist dabei immer die gleiche: „Wie kann man eine dezente Animation hinterlegen, die dem Nutzer hilft die Oberfläche einfach zu bedienen und keine Fragen offen lässt?“
Ein einfaches Beispiel: Eine Person nutzt eine App oder Plattform und muss auf Grund von Ladezeiten warten bis sich eine neue Seite oder ein Prozess aufbaut. Die meisten Personen brechen nach nur wenigen Sekunden ohne Rückmeldung ab. Die Lösung: Den Nutzer durch kleine Interaktionen (Microinteractions) wie zum Beispiel ein Zahnrad oder ein Ladebalken abholen damit dieser eine unmittelbare Rückmeldung bekommt, dass es einen kurzen Moment dauern kann.

ladebalken

Wobei man beide Bereiche UX (Verhalten und die Zufriedenheit der Nutzer) und das UI (User Interface) nur schwer voneinander trennen kann. Beide Bereiche müssen immer zusammen betrachtet werden. Die User Experience entscheidet über Erfolg und Misserfolg eines Produktes. Nur durch die Kombination beider Bereiche schafft man es seine Zielgruppe zu begeistern.

 

Zum Schluss noch ein schönes Zitat von Steve Jobs:
If the user is having a problem, it’s our problem”

 

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Der Geist der das Netz spaltet! Snapchat

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snapchat

 

Kaum ein Medienhaus hat noch nicht über die Foto- und Video-Messenger App mit dem kleinen Geist berichtet. Der Social Media Trend der aktuellen Stunde heißt Snapchat. Das neue große Ding oder doch nur eine Blase?

 

 


Seit einigen Jahren besuche ich mehr oder weniger systematisch Veranstaltungen der digitalen Szene und habe ein Gespür dafür, wie analoge und digitale Welt noch viel zu sehr getrennt voneinander betrachtet werden.

In der letzten Woche folgte ich der Veranstaltung mit dem Titel: „Snapchat, Instagram & Co. – Die Rolle des Bildes in der digitalen Kommunikation“. Auch hier konnte man dieses Phänomen sehr gut beobachten. Es herrschte Ausnahmezustand im Telefónica BASECAMP. Berghain-ähnliche Zustände spielten sich in der Mittelstraße in Berlin ab. Mit etwas Glück hatten wir es kurz nach 18 Uhr geschafft die Räumlichkeiten zu betreten. Vor Ort tummelte sich so fast jeder, der in der Agentur- oder Marketingwelt etwas zu sagen hat. Jeder wollte dabei sein und filmte mit seinem Smartphone das Szenario und manche veröffentlichten einen sogenannten „Snap“ auf Snapchat. Viele von den anwesenden Ü25 waren keine aktiven Nutzer der App und hatten scheinbar überhaupt keinen Plan was man mit Snapchat überhaupt machen kann. Viel zu laut und nicht wirklich interessant folgten wir der Veranstaltung tapfer bis zum Ende.

Der Mitschnitt der Veranstaltung (26.04.2016): https://www.youtube.com/watch?v=GXQkYhCkSKU

 

 

Eine Woche später folgte das zweite Snapchat Event Happy Snapping am Dienstagabend parallel zur größten Digital Messe der re:publica in den Räumlichkeiten von Einhorn, OriginalUnverpackt, und Buzzbird in Kreuzberg. Vielen Dank an der Stelle für die tolle Organisation und die schnelle Antwort von Philip von einhorn auf Snapchat. Die Moderation übernahm Philipp Steuer, Onlineredakteur, Blogger für Internettrends, Berater für Onlinemarketing und selbsternannter Snapchat Experte, der extra aus Köln anreiste. Wer sich näher für Snapchat interessiert der kann sich das kostenfreie Buch „SNAP ME IF YOU CAN“, in dem Philipp (Snapchat: philippsteuer) die Entwicklung von Snapchat genau erklärt und Nachhilfe gibt herunterladen.

 


Im Gegenzug zu der Veranstaltung in der letzten Woche hatten die meisten Anwesenden einen ungefähren Plan davon was man mit der App machen kann. Der größte Teil war scheinbar auch aktiv auf Snapchat. Dies konnte man zum Ende der Veranstaltung an der „In der Nähe“ adden Funktion in der App bemerken. Man konnte unzählige Personen zu seinem Snapchat Netzwerk hinzufügen. Die meisten, wie auch ich, fügten ohne jeglichen Sinn einfach jeden hinzu. Meine Aufgabe ist es nun alle Profile in Ruhe zu sichten und abzuwägen wer für mich persönlich interessant ist und wer nicht.

Kurz vor halb neun ging es dann endlich los. Die Speaker waren bunt gemischt und wir fühlten uns sehr unterhalten. Wir folgten dem tollen Beispiel zum Thema Stadtmarketing von Ninia LaGrande, Autorin und Moderatorin aus Hannover (Snapchat: ninialagrande). Sie berichtet über Hannover, welches man durch ihr Snapchat Profil neu entdecken kann und welche Orte man in Hannover gesehen haben sollte, fernab des Touristenführers.

Manuel Lorenz, Journalist (Snapchat: hellobild) berichtet für die Bild in kleinen persönlichen Geschichten und zeigt, dass die Bild auch anders kann. Abgerundet wurde das Programm von Richard Gutjahr, Journalist und Ü25 (1973 geboren). Er präsentierte vor Ort ein paar beeindruckende Beispiele (Snapchat: richardgutjahr) und machte den älteren Anwesenden Mut, dass es nicht zu spät sei mit Snapchat anzufangen. Noch ist alles neu und man hat die Möglichkeit viel auszuprobieren.

 

Eigene kleine Geschichten, Public Placement, Skeptiker, Bildungsinhalte per Snapchat aber auch der gehobene Marketingzeigefinger von der Agentur Brandpunkt waren dabei – eine durchaus gelungene Veranstaltungsreihe die ich nur jedem einzelnen, der sich mit Social Media beschäftigt, empfehlen kann.

 

Meine persönlichen Snaps an dem Abend

 

Welche Relevanz hat Snapchat in Deutschland und warum kommt der Hype erst jetzt zu uns?

Kurz zur Geschichte und ein paar Zahlen. Die erste Version von Snapchat erschien 2011 und wurde von drei Studenten der Stanford University gegründet. Kurze Zeit später bot Facebook dem jungen Startup mehr als 3 Milliarden US-Dollar für die Übernahme, doch die Gründer lehnten ab – mutig. Aktuell zählt das Unternehmen mit einer Firmenbewertung von 16 Milliarden US-Dollar zu den wertvollsten Startups der Welt. In den USA gilt Snapchat schon lange als „the next big thing“. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer belief sich im Jahr 2014 auf 200 Millionen. Mehr als die Hälfte der Snapchat-Nutzer ist zwischen 16 und 24 Jahre alt. Snapchat belegte in einem Ranking der Apps mit dem höchsten Wachstum der Nutzerzahl den dritten Platz. Solche Zahlen kann man nicht außer Betracht lassen und sprechen für sich.

Allgemeine Skepsis und digitale Faulheit herrschen nach wie vor an. Typisch Deutsch! Wir sind wie immer vorsichtig und schauen uns Bewegungen erst an bevor wir uns einlassen. Bloß nicht eine App sofort laden und seine E-Mail Adresse angeben, erstmal abwarten. Bestes Beispiel die Einführung von Google Streetview. Viele hatten Angst und waren sehr skeptisch. Die Folge waren verpixelte Häuserfronten. Heute ist Streetview nicht mehr wegzudenken.

 

Warum nutzen so viele junge Menschen Snapchat und warum versteht die Generation Ü25 diese App nicht?

Heutzutage herrscht ein Umfeld von faktisch unendlich viel Content. Immer und überall online und immer auf dem aktuellen Stand. Doch Gleichzeitig verringert sich auf Grund der Masse an Inhalt unsere Aufmerksamkeitsspanne. Das heißt für den Nutzer, dass er sehr bedacht entscheidet, welche Art von Inhalt er konsumiert. Niemand will etwas verpassen, Snapchat macht es möglich, live dabei zu sein egal wo man sich gerade auf der Welt aufhält und ist im Gegensatz zu Facebook oder Twitter ein viel intimeres Netzwerk, in dem sich die User sicherer und weniger beobachtet fühlen. Somit genau richtig, um neue Sachen zu entdecken.

Hinzu kommt die Benutzerführung der App. Auf den ersten Blick ist die Bedienung für viele Menschen ungewohnt, da es bestehende Verhaltensmuster bricht. Die meisten öffnen die App und sind komplett überfordert. Du machst ein Foto, sendest es an einen Freund und entscheidest, wie lange dein Freund das Bild sehen kann. Danach ist das Bild weg. Für immer! Das ist natürlich auch etwas nervig gerade bei Videos mit Ton – auch das muss man erst lernen. Die Bilder und Videos sind bei Snapchat nicht perfekt, sie zeigen den Nutzer oder die Marke hinter den Kulissen. Lustige immer wechselnde Filter mit Temperatur- oder Geschwindigkeitsanzeige kommen hinzu. Ein absoluter Spaßfaktor und die kurze Haltbarkeit des Contents senkt die Hemmschwelle zur Veröffentlichung.

In sogenannten „Stories“ eine Art Video-Tagebuch, die 2013 eingeführt worden sind, kann man Bilder und Videos präsentieren die nach 24 Stunden automatisch gelöscht werden. Snapchat macht Millionen Nutzer zu Hauptdarstellern und Regisseuren ihrer eigenen Big-Brother Sendung. Die Nutzer werden zu ihren eigenen Paparazzi und entscheiden was sie teilen möchten und was nicht. Die Menschen zeigen sich wie sie wirklich sind und man kann selber entscheiden, wer was sehen darf.

 

Macht es Sinn Snapchat für ein Unternehmen zu nutzen?

Auf jeden Fall! Neben den Beispielen am Dienstag bei der Veranstaltung gibt es viele weitere tolle und informative Profile. Zum Beispiel der Snapchat Account von ProSieben (Snapchat: pro7official). Sechs Tage lang snapchatten aktuell sechs Mitarbeiter aus sechs ProSieben-Abteilungen. Man bekommt Hintergrundgeschichten und interessante Liveberichte in Echtzeit von den unterschiedlichen Produktionen. Sogar das Europäische Parlament hat einen Accout (Snapchat: europarl) mit dem Ziel, den Nutzern einen Blick hinter die Kulissen des EU-Parlaments zu liefern. Jeden Freitag gibt es einen Wochenrückblick, der die Themen der vergangenen sieben Tage auf kreative und unterhaltsame Weise zusammenfasst. Daumen hoch und los geht es!

Gerade als Unternehmen sollte man sich auf die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse einstellen und sich neuen Kommunikationskanälen nicht verschließen. Natürlich sollte auch klar sein, dass man hierfür Zeit und eine gewisse Strategie benötigt die nicht sofort ersichtlich ist. Was möchte ich präsentieren und wie? Nur so kann ich meine Zielgruppe bei Laune halten.

Die Mechanik von Snapchat stellt viele Nutzer und Unternehmen vor neuen Herausforderungen, da die Herangehensweise neu ist. Im Gegenzug zu Facebook, Instagram, YouTube und Co können nur die Ersteller die Abrufzahlen der Stories selbst sehen. Es gibt keine für alle sichtbaren Likes und Kommentare und Du selbst rückst in den Fokus. Es geht nicht um die Kontrolle sondern die Bereitschaft Dinge zu teilen.

Des weiteren gibt es einen Discover Bereich, bei dem beispielsweise National Geographic, Vice, Yahoo, People, Daily Mail, Cosmopolitan oder aber CNN extra für Snapchat aufbereitete Inhalte präsentieren und somit neue Leser gewinnen. Die Qualität unterscheidet sich deutlich von den normalen Stories, da sie viel aufwendiger produziert wurden und äußerst unterhaltsam sind.

 

Was funktioniert am besten?

Natürlich reicht es nicht Inhalte zu kopieren. Jeder einzelne Marketingkanal muss individuell angepasst werden. Muss bei Facebook oder Instagram das Bild und der Text perfekt sein, so zählt bei Snapchat der Moment. Je authentischer, umso besser und größer die Reichweite. Dieses ist kein Trend, sondern eine Entwicklung, die man nicht außer Bedacht lassen kann. Ein spontanes Foto mit einem Filter, eine Zeichnung oder aber ein kurzes Video der Kreativität ist keine Grenze gesetzt und genau das macht es auch spannend.

Persönlich nutze ich die Social Media Kanäle schon seit Jahren sehr aktiv. Kundenpflege und Neukundenakquise passiert bei franzidesign zu 90 Prozent über die neuen Kanäle. Mit Snapchat habe ich die Möglichkeit mich und meine Arbeit authentisch zu präsentieren und mit Kunden überall auf der Welt in Kontakt zu treten. Räumliche Distanz behindert Kreativität. Menschen lieben Geschichten und folgen Menschen. Steifer gesellschaftlicher Umgang oder soziale Konventionen sind in der heutige Zeit absolut überholt. Jeder kann frei entscheiden wem er folgt und was er an Inhalt konsumiert. Ich kann selber selektieren was für mich persönlich Sinn macht und was nicht. Dieser Trend ist absolut spannend und hat mir schon sehr viele Aufträge, die ich sonst nie bekommen hätte, ermöglicht. Je mehr ich mich in Snapchat vertiefe, umso mehr begreife ich meinen persönlichen Nutzen. Snapchat steht für eine neue Generation und ihr Kommunikationsverhalten, der man sich nicht verschließen sollte.

Persönlich folge ich auf Snapchat Fotografen, Künstler und Journalisten, die mir einen Einblick in ihren Alltag gewähren und von denen ich neue Dinge lernen kann. Gerne teile ich auch ein Stück meiner persönlichen Geschichte.

 

Add mich unter dem Namen (Snapchat: franzidesignbln) oder fotografiere meinen Snapcode. Noch bin ich am Anfang aber ich lerne Tag für Tag dazu und mal schauen wo die Reise hingeht.

 

 

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2D Logo-Relaunch bei AUDI

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Die Automarke MINI hat es im letzten Jahr vorgemacht und setzt auf Minimalismus mit schwarz-weißer Zweidimensionalität. Nach 2001 wurde das Logo von der Digitalagentur KKLD aus Berlin überarbeitet und AUDI zieht nun nach.

 

Quelle: www.bmwblog.com

 

Da offenbar gerade eine gute Zeit für frische Designs ist hat nun auch AUDI eine Überarbeitung vollzogen. Die letzte Logoüberarbeitung ist noch gar nicht so lange her als AUDI zur IAA 2009 seinen letzten Relaunch vollzogen hat. Das Logo bekam eine dreidimensionale Darstellung (Chrom-Effekt) mit neuem Markenclaim: „Vorsprung durch Technik“ womit AUDI moderner wirken wollte. Die Typografie und die vier Ringe in der Bildmarke wurden von der Agentur MetaDesign überarbeitet.

 

 

Audi_Logo

 

 

Nach nun sieben Jahren gibt es eine Überarbeitung der Vorgängerversion. Bereits im letzten Jahr holte AUDI die Agentur Strichpunkt als neue CI/CD Agentur an Bord. AUDI setzt aktuell auf Flat Design und verabschiedet sich von seinem 3D Effekt. Aus dem bestehenden 3D Logo wurde ein 2D Logo. Die vorherige Komplexität wurde reduziert und das neue Logo wird nun einfarbig dargestellt. Auch hier gilt das Prinzip »weniger ist mehr«.


 

Audi_Logo_neu

 

In Hinsicht auf die ansteigende digitale Entwicklung und die damit verbundene mobile Nutzung von Handy, Smartwatch und weiteren Displays ist die Strategie von AUDI genau der richtige Weg aus der grafisch überladenen Gegenwart in eine funktionale Zukunft. Die Flächen im Logo lassen sich stufenlos auf allen unterschiedlichen Geräten skalieren was sich zum einen positiv auf die Ladezeiten (Ressourcen sparend) und zum anderen auf die einwandfreie mobile Darstellung auswirkt. Im Gegensatz zum alten Logo wirkt das neue Logo sehr klar und reduziert. Flat Design hip oder nicht hip. Minimalismus ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 

Philipp Brune, Geschäftsführer Strichpunkt: „Im Zuge der digitalen Transformation der Automobilbranche, wird das Interface zum zentralen Träger der Marke. Wir freuen uns sehr, für und mit Audi an der umfassenden Gestaltung des Markenauftritts für alle digitalen Medien von Audi-Apps bis zur Smartwatch, von Displays bis zum Dashboard, arbeiten zu dürfen.“

 

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