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November, 2015
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Der neue EDEKA Spot spaltet die Nation

Comments (0) Blog, Werbung

Schon kurz nach der Veröffentlichung sorgt der neue Spot für regen Diskussionsstoff.

Über 4,3 Millionen haben sich den Spot seit Samstag (28.11.2015) auf Youtube angeschaut. Rund 399.297 Facebook-Nutzer haben den Edeka-Werbespot geteilt (Stand 30.11.2015).

Inhalt des Spots ist die Geschichte eines alten Mannes, der seinen eigenen Tod inszeniert, um die vielbeschäftigte Familie zu Weihnachten zu vereinen.
Die Botschaft ist klar:
Weihnachten ist das Fest der Familie. 

Zum Video gehört ein Gewinnspiel, EDEKA verlost Einkaufsgutscheine Mit etwas Glück einen von hundert Gutscheinen über 100 Euro zum Fest gewinnen. Die Teilnahme erfolgt über Facebook oder Instagram. Fotos werden mit dem Hashtag #heimkommen versehen und mit dem EDEKA Instagram bzw. Facebook Profil @edeka markiert und schon ist man dabei. Den Kampagnensong „Dad“ von Seele Ternes aus dem Spot kann man sich kostenlos auf Soundcloud downloaden. Hinter dem Spot steht die vielfach preisgekrönte Agentur Jung von Matt.

Schöne Story, sehr beeindruckend und mutig.

Einzigen Abzug gibt es bei der Website von EDEKA – schade das diese immer noch nicht Responsive ist. Dieses sollte bei einer so großen Marke eigentlich eine Grundvorraussetzung sein.

Ansonsten einfach anschauen und drüber nachdenken.
Für mich definitiv die beste Werbung des Jahres. Großes Kino!

… und was machen Sie zu Weihnachten?

 

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Gestaltung richtig kalkulieren

Comments (5) Blog, Grafikdesign

Video: Gratis-Pitch im Alltag von der kanadischen Agentur Zulu Alpha Kilo.

 

Was kostet ein Logo, eine Geschäftsausstattung, ein Flyer oder aber eine Website?

Design-Wettbewerbe auf Dumpingportale wie 99designs.de, designenlassen.de‎ oder brandsupply.de sprießen wie Pilze aus dem Boden. Quereinsteiger drängen mit Dumpingpreisen in den Markt und tummeln sich auf diesen besagten Plattformen. Der Kunde äußert seinen Wunsch und kann danach aus unzähligen Ideen seinen Favoriten auswählen.
Leider gehen die meisten Designer leer aus. Die Folge Preis-Dumping und Qualitätsabfall. Professionelle Gestalter können ihre Leistungen nur schwer auf solchen Portalen anbieten, um zum einen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder aber auf Grund fragwürdiger Teilnahmebedingungen. Durch die Einreichung der Arbeit verliert der Gestalter oft sämtliche Rechte und überträgt diese: Finger weg, fair ist anders!

Doch es geht natürlich noch günstiger. Im Internet bekommt man eine Logogestaltung für unter 30 Euro, eine Internetseite für weniger als 500 Euro und ein gutes Foto fast geschenkt. Bei der Preisspanne gibt es nahezu keine Grenzen.

Der Grund dafür: Heute hat fast jeder eine hochauflösende Kamera, einen schnellen Computer und das nötige Grafikprogramm. Hier ein Foto und dort ein Klick und schon ist man doch fertig? Das kann doch nicht so aufwendig sein! Oder doch nicht?

 

Schauen wir uns den Alltag eines Freelancers an:

1. Akquise (Preiskalkulation, Angebote etc. – der Kunde fällt nicht vom Himmel)
2. Briefing und Analyse (jeder Kunde ist anders)
3. Konzept und Idee (Gestaltung)
4. Der Entwurf (Gestaltung)
5. Absprachen mit dem Kunden (Telefonate, Meetings und E-Mails)
6. Korrekturen
7. Reinzeichnung (sprich die finale Idee für den Druck oder das Web anpassen)
8. Übergabe an den Kunden

Verstecke Kosten: Miete, Essen, Versicherung (Kranken- und Rentenversicherung, Haftpflicht), Auto oder Fahrkarte für Kundenbesuche, Druckerpatronen, Papier, alle paar Jahre ein neuer Computer, Programme plus Updates, Kamera plus Ausrüstung, Weiterbildung oder aber eigene Werbemaßnahmen werden gern vergessen. 

 

Es ist wohl doch mehr als ein Klick hier oder da!

Studenten, Hobby Designer oder Design-Plattformen können natürlich ganz anders ihre Leistungen kalkulieren als freie Grafikdesigner oder Agenturen.
Der Student macht hin und wieder eine Gestaltung, der Hobby Designer muss sein Lebensunterhalt nicht mit seiner Kreativität bestreiten und die Design-Plattform profitiert von der Masse an Einreichungen. Auch ich habe zum Anfang meiner Karriere jeden Auftrag angenommen zu Dumpingkonditionen oder aber das klassische Praktikum für unter 450 Euro im Monat absolviert nur um meine Referenzmappe zu füllen. Diese Zeiten sind vorbei und wenn ich mir die Qualität aus den ersten Jahren anschaue, dann sieht man die Unterschiede.

Klar ist auch, dass es immer den Photoshop Philipp geben wird, der in nur wenigen Minuten oder Stunden, das perfekte Bild zaubert. Doch reicht ein Bild aus, um langfristig seine Kunden zu überzeugen? Als Gestalterin beschäftige ich mich Vollzeit mit allen Themen rund um die Gestaltung, technische Umsetzung und Trends in dem Bereich. Über die Jahre habe ich mir einen großen Wissensstand angesammelt, der stetig weiter entwickelt wird. Dieses wertvolle Wissen kann ich an meine Kunden weiter geben. Wer mit mir zusammen arbeitet bekommt nicht nur eine perfekte Gestaltung sondern eine komplette Beratung zu Chancen, Risiken – eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie. Jeder Kunde ist anders und hat individuelle Bedürfnisse auf die man sich einstellen muss. Ein schönes Bild reicht oft nicht aus als effektive und langfristige Werbemaßnahme.

Oft kommt die Frage: Haben Sie eventuell eine Preisliste oder wie hoch ist ihr Stundensatz?

Viele Apps, Berechnungstools und Berufsverbände beschäftigen sich mit der Thematik. Den richtigen Preis für die eigene Gestaltung zu finden erscheint nicht immer einfach, da viele Faktoren eine Rolle spielen und eine konkrete Preisliste aller Leistungen schwer zu erfassen ist.

Mein persönlicher Stundensatz richtet sich nach der Empfehlung des Berufsverband ADD (Allianz deutscher Designer) mit dem ich seit Jahren gut arbeiten kann. Der offizielle Richtwert des ADD empfiehlt als Grundlage einen Basis-Stundensatz von 76 Euro um zu überleben und gibt sogar einen Tarifvertrag vor in dem die Vergütung verbindlich festgesetzt wird. Schöne Theorie, aber meist sieht die Praxis etwas anders aus. Zu der Entwurfsvergütung kommt die Nutzungsvergütung (regionale oder nationale Nutzung nach Dauer) hinzu, was in der Praxis bei kleineren Kunden oft schwierig zu kommunizieren ist.

Die erste Reaktion beim Kunden ist meist immer die gleiche.

Kleine Unternehmen antworten oft: 76 Euro Stundenlohn? Das ist aber teuer!

Diese Summe ist aber relativ da es immer auf die Schnelligkeit des einzelnen Gestalters ankommt. Der eine entwickelt seine Idee in 10 Minuten und andere brauchen Stunden oder Tage. Durch meine jahrelange Berufserfahrung verhandele ich oft Pauschalbeträge, damit der Kunde eine volle Kostenkontrolle hat.

Welche Kosten für einen konkreten Fall anfallen, hängt von den individuellen Wünschen des einzelnen Kunden ab. Diese können nach der Komplexität variieren und es kommt auch immer auf die Zuarbeit des Kunden an. Für kleine Unternehmen mit geringen Budget oder Gründer kann man Sonderkonditionen vereinbaren.

 

Modelrechnung: Stundensatz

Durchschnittliches Jahresgehalt: 55.000 Euro/Brutto

55.000 € : 48 Wochen : 40 Wochenstunden = 28,64 €

ACHTUNG (Grobe Faustregel): Ein Drittel Gehalt, ein Drittel Kosten (Versicherung und Steuern etc.) und ein Drittel für Verwaltung, Akquise und andere Tätigkeiten. Viele vergessen die Leerzeiten zu kalkulieren. 

Somit 28,64 € mal 2 (Grenze Existenzminimum) oder 3 kommt man auf einen Stundensatz von 57,29 € oder 85,93 € die nötig sind um eine durchschnittliche wirtschaftlich tragfähige Freelancer-Existenz bestreiten zu können. Somit sind die 76 € eine gute Grundlage für professionelle Gestalter.

 

Modellrechnung für eine Logogestaltung:

Eine Gestaltung dauert durchschnittlich 8 Stunden multipliziert mit 76 €/Stunde macht einen Preis von 608 € (+ MwSt.). Hinzu kommen Korrekturen, Änderungswünsche und weitere Absprachen.
Geiz ist nicht immer geil! Ich freue mich auf Eure Kommentare und Erfahrungen.

 

Zur Orientierung:
 Berufsverbände nach Berufsgruppen:

Designer und Gestalter
Allianz deutscher Designer (AGD)
https://agd.de

 

Fotografen
Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (BVPA)
www.bvpa.org

 

Illustratoren
Illustratoren Organisation e.V.
http://www.io-home.org/home/index_html


Journalisten
mediafon:
http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4b44959d4ece5&akt=empfehlungen_tarife&view=&si=4bac47854066a&lang=1

Verband der deutschen Fachjournalisten (DFJV)
https://www.dfjv.de


Lektoren
Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)
http://www.vfll.de

 

Presse Arbeit
Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V. – DPRG
http://www.dprg.de


Redenschreiber

Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS)
http://www.vrds.de


Werbetexter

Fachverband Freier Werbetexter (FFW)
http://www.texterverband.de/index.html

 

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