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September, 2015
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Hänsel und Gretel + 1 verliefen sich in der Döberitzer Heide

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Schuld war ein interessanter Gecko am Wegesrand. Trainingseinheit Nr. 1

 

Der sogenannte Mammutmarsch startet am 14.05.2016 von Berlin quer durch Brandenburg bis fast an die polnische Grenze nach Gusow. 100 Kilometer müssen in weniger als 24 Stunden zu Fuß zurückgelegt werden. Um eine solche Herausforderung zu bewältigen, sollte man nicht nur gesund und belastbar sein, sondern auch gut auf den Marsch vorbereiten sein. Zur guten Vorbereitung gehört natürlich auch das Training.

Am Samstag, den 12. September 2015 war es so soweit. Das erste gemeinsame „Team“ Training für den Mammutmarsch stand auf dem Plan. Die Naturlandschaft der Döberitzer Heide in Dallgow versprach mit seinen 22 km langen Rundweg ein geeignetes Gelände für unser Vorhaben zu sein.

Unsere Trainingsgruppe startete gemeinsam mit neun Teammitgliedern und drei wanderlustigen Hunden gegen 11:35 Uhr unweit des Havelländer Einkaufszentrums „Havelpark“. Schnellen Schrittes erreichten wir das erste Streckenziel, der Aussichtsturm „Finkenberg“. Die kurze Rast diente der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Nachdem die Reserven ausreichend aufgetankt waren, ging es vollzählig weiter entlang der Wildniskernzone. Königskerze, Sauerampfer, Gräser, Heidekraut, wilde Himbeeren und allerlei unterschiedlicher Baumbestände konnte man beim Wandern am Wegesrand bewundern. Aber auch seltene Tierarten wie Wisente und Przewalski-Pferde, die auf einem ehemaligen Truppenübungsplatzes angesiedelt sind, bekamen wir durch ein bisschen Glück zu Gesicht. Das Wetter hätte wohl nicht besser sein können. Die Energie der Sonne und die unglaublich beruhigende Atmosphäre der Natur gaben beim Laufen die nötige Kraft.

Der Rastplatz mit dem treffenden Namen „Wüste“ und seinem kleinen Aussichtspodest diente als nächstes Etappenziel. Ein kleiner Schluck Wasser, ein Müsliriegel und weiter ging die Wanderung, schließlich lag der Großteil der Strecke noch vor uns. Langsam zeichnete sich im Team eine unterschiedliche Laufgeschwindigkeit ab und es entstanden zwei kleine Gruppen. Kurz vor der Raststation „Wolfsberg“ war dann das Unglück perfekt. Wir beobachteten Schafe am Wegesrand und fanden einen kleinen Gecko. Das große Interesse an Flora und Fauna kostete uns dann den Anschluss zur Gruppe. Einige Minuten später kamen wir an eine Kreuzung, an der es zwei Optionen gab: links oder rechts? Wir konnten leider niemanden von unserer anfänglichen Wandergruppe mehr sichten und mussten dann zu dritt die Entscheidung treffen, die den Weg unserer restlichen Wanderung in die hoffentlich richtige Richtung bestimmen sollte.

Nach etwa 20 Minuten und keiner Menschenseelen weit und breit verfestigte sich der Gedanke die andere Gruppe doch in die falsche Richtung gefolgt zu sein. Weder Fußspuren noch aufmunternde Beschilderung konnten wir entdecken. Wir liefen weiter und nach weiteren 15 Minuten bekräftigte dann ein Schild unsere Vermutung, dass wir den Rundweg verlassen hatten und somit auf Abwegen unterwegs waren. Mit letzter Akkukraft, denn wir hatten die Apps Runtastic und Komoot zu Aufzeichnungszwecken eingeschaltet und fortan laufen lassen, tätigten wir das Nottelefonat mit der weit vorauseilenden Gruppe. Leider bestätigte sich unsere Vermutung, wir sind vom rechten Weg abgekommen. Die anderen kannten sich wohl etwas besser aus und zeichneten uns Pfeile zur Orientierung auf den Boden. Vielen Dank dafür. Wie Hänsel und Gretel liefen wir drei durch die Heide und folgten den Pfeilen, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen waren. Die Schmerzen wurden immer größer und da konnten uns auch die Pfeile nicht trösten.

Nach Kilometer 19 kreuzte eine einsame Wandergruppe, die wir nach der ungefähren Entfernung bis zum Eingang der Heide befragten, unseren Weg. 30 Minuten würden wir wohl noch brauchen. Freude? Trauer? Zumindest war ein Ziel in Sicht und es ging weiter. Ganz nach dem Motto „soweit die Füße uns tragen“. Wir freuten uns irrsinnig auf das Ziel und motivierten uns gegenseitig. Die letzten Kilometer quälten wir uns Richtung Zielort. Nach 5 Stunden und 13 Minuten erreichten wir dann unser gemeinsames Ziel.

Insgesamt haben wir statt der geplanten 22 km und aufgrund unseres kleinen Umweges 24,20 km zurückgelegt. Die durchschnittliche Geschwindigkeit betrug 4,6 km/h.

Unser Fazit: Muskelkater, eine kleine Blase und allgemeine Schwäche als überschaubare Folgen. Aber auch die Freude dieses Trainingsziel doch erreicht zu haben. Gemeinsam kann man es schaffen. Wenn man den Willen und ein gutes Team hat, das sich gegenseitig antreibt und unterstützt. Somit wollen wir uns der Herausforderungen stellen, um an unsere persönlichen Grenzen zu kommen, um zu wissen wo diese sind.


 

Die Route: https://www.sielmann-stiftung.de/fileadmin/_medien/projekte/doeberitzer_heide/Projektkarte-Wanderwege.jpg

 

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Trümmern und Träumen: Die Energie der Wendejahre

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25 Jahre Wiedervereinigung in urbaner Festival-Atmosphäre mit Konzerten, Gesprächen, Partys und Installationen vom 5. bis 6. September 2015 in Berlin.

Mit der Wiedervereinigung und das Zusammenwachsen von Ost und West nach dem Fall der Mauer ist eine neue (Sub)kultur in Berlin entstanden. Direkt nach der Wende wurden viele Orte von Künstlern, Kulturschaffenden und Clubbetreibern erobert und Akteure der damaligen Zeit prägen noch heute das Bild dieser Stadt. Berlin ist und bleibt ein kultureller Hotspot, der weltweit einmalig ist.

Wie durch einen Zufall wurde ich auf das Festival aufmerksam. Monika D., mit Herausgeberin des Magazins möRRR, erzählte mir vor ein paar Wochen von einem Zeitzeugen Talk auf einem Boot. Am Samstag gegen 14 Uhr war es soweit und das Boot startete vom Radialsystem. Die Route führte entlang der Spree, an der East Side Gallery und rund um die Oberbaumbrücke vorbei an historischen Orten. Thema war das kulturelle Leben in Berlin nach der Wende mit kleinen Einblicken aus der Zeit. Talk-Gäste waren Monika Dietl (Radiomoderatorin und Zeitzeugin aus den Anfängen) und Diane Hielscher (Moderatorin FluxFM), moderiert wurde das ganze Programm von Diana Frankovic. Persönlich fand ich Diane Hielscher, Jahrgang 1979 für das Thema eindeutig zu jung ausgewählt. Mike Vamp (DJ und Musikproduzent und Zeitzeuge) an Board hätte durchaus mehr sagen können – schade.

Gegen 19 Uhr wurden dann Einblicke in die Geschichte des Tresors in der Köpenicker Str. 70 gewährt. Dimitri Hegemann (Tresor-Gründer) stellte seine persönliche Sicht aus der damaligen Zeit dar. Im Anschluss folgt ein Zeitreisegespräch zwischen dem Philosophen und Theologen Andreas Böttcher (Ost-Berliner), dem Journalisten Rainer Schmidt und Dimitri Hegemann (West) über die Zeit auf den jeweiligen Seiten vor und nach der Wende. Um Mitternacht ging es musikalisch mit Techno-Pionieren der Wendezeit u.a. Moritz von OswaldWolle XDPPacouRo und Sven von Thülen (der Klang der Familie) weiter.

Am Sonntag folgte dann der letzte Tag mit weiteren interessanten Talk-Runden auf der Pampa, Holzmarktstraße 25. Austragungsort war der DingDongDom. Ein Lichtdurchflutetter heller Bau aus alten Fenster mit wundervollen Reflektionen die einen künstlichen Nebel erzeugten. Das große Thema war „Gemeinsam dagegen – die Kraft aus dem Anderssein.“

Von der Hooligan Bewegung über die Jugendbewegung bis hin zur Radiobewegung in Ost und West wurden die unterschiedlichsten Akteure der Wendejahre auf die Bühne geholt. Der erste Talk mit Steve Winkler (Fußballfan und Szenebeobachter) und Felix von Lennep (BFC-Fan und Ex-Türsteher vom KitKat Club). Es folgte Wolle XDP (DJ, Veranstalter, früher Breakdancer) und Jah Fish (OldSkool HipHop DJ, Designer und Skater/BMX) und die letzte Runde mit Lutz Schramm (Radiojournalist DT64, RBB)Alexander „Sascha“ Wolff (Kiss FM, Gründer KISS FM), moderiert wurde das Programm von Jan Lerch (Radio- und TV-Journalist, Radio 100, RBB). Eine außerordentlich spannende und interessante Mischung an Themen und Gästen.

Gegensätze ziehen sich an. Der Kontrast kam dann um ca. 20 Uhr mit einem Live Konzert von Romano. Ein etwas seltsamer, sympathischer Ausnahmekünstler mit langen geflochtenen Zöpfen, der mich sehr an Deichkind erinnerte. Eine sehr spezielle musikalische Reise nach Berlin Köpenick – großartig.

Mein Fazit: Schade, dass man zuvor so wenig von dieser großartigen Veranstaltung mitbekommen hat und viel zu wenige Besucher sich für das Programm begeisterten. Organisiert wurde das Rahmenprogramm zu FUTUR25 – das Festival zu Deutschland 2015: Unser Land – unsere Zukunft, eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Der Eintritt zu allen Programmpunkten war frei. Das Programm kann man unter folgender Adresse nachlesen: www.bpb.de/209129

 

Das Album von Romano: Jenseits Von Köpenick (Limited Digipack)

Romano live: Video (Sextrain)

Romano live: Video (Metalkutte)

 

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Das neue Google Logo: Seelenlos und austauschbar?

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google-browser

 

Kaum hatte Google am Montag das neue Logo vorgestellt war die Aufregung im Netz groß. Der Grund der Überarbeitung war die Anpassung an die unterschiedlichen (neuen) mobilen Geräte und die damit verbundene Lesbarkeit auf kleinen Displays. Alle reden von Responsive Webdesign und Anpassung und Google hat es nun in die Tat umgesetzt. Es ist das sechste Mal, dass Google seit 1999 sein Logo verändert.

Verwendet wurde die Schrift Product Sans die eigens für das Corporate Design für Google entwickelt wurde. Die Schrift liest sich durch den Verzicht der Serifen auf kleinen Geräten wie z.B. Handy, Tablet oder Smartwatch angenehm.

Meiner Meinung nach ist die Schrift äußerst geschmackvoll, schlicht und vor allem sehr gut lesbar. Die grellen Farben wurden übernommen was eine strategisch gute Entscheidung war da diese sehr einprägsam sind.

So wie der Konzern sich stetig entwickelt hat, so ist auch das Logo über die Jahre gewachsen. Der Verzicht von Schlagschatten und Verschnörkelungen bis hin zu dem aktuellen reduzierten Schriftschnitt – großartig. Im Vergleich zum alten Logo wirkt die Überarbeitung sehr klar und einprägsam. Gefällt mir!

Zum weiterlesen …

 

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